Verschleißschutzadditive

In vielen Reibstellen kann kein hydrodynamischer Schmierfilm aufgebaut werden, d.h. es herrscht Mischreibung. Um den hohen Anforderungen an den Verschleißschutz gerecht werden zu können, werden die Schmierstoffe mit Additiven versehen, die auf den Metalloberflächen schützende Reaktionsschichten aufbauen. Diese verhindern den direkten Metall‑Metall‑Kontakt und reduzieren so den Verschleiß. Aus dem englischen Sprachgebrauch entlehnt werden diese Wirkstoffe…

Verschleiß

Unter Verschleiß versteht man alle ungewollten Änderungen der Geometrie der Werkstoffoberflächen durch betriebsbedingte äußere Einflüsse. Diese können mechanischer, chemischer (Korrosion), thermischer oder auch elektrischer Natur sein.

Vakuumdestillation

Zur weiteren Verarbeitung zu Basisöl für Schmierstoffe wird der atmosphärische Rückstand in die Vakuumdestillation gegeben. In der Vakuumdestillation macht man sich den physikalischen Effekt zu Nutze, dass bei niedrigen Drücken der Siedepunkt herabgesetzt wird. Bei Drücken <100 Pa und dadurch um bis zu 150’C gesenktem Siedebereich kann der Rückstand weiter fraktioniert werden. Dadurch gewonnene Produkte…

Timken Test

Mit einer speziell entwickelten Maschine werden die Hochdruckeigenschaften von Schmierstoffen bestimmt. Dazu wird im Gerät eine rechteckige Prüfplatte gegen eine laufende Welle mit aufgesetztem Wälzlagerring gedrückt; zur Beurteilung dienen die Belastung und das Aussehen der Prüfkörper.

Tribologie

Die Wissenschaft der Tribologie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Reibung, Verschleiß und Schmierung. Dazu leisten die Tribologie und die Anwendung tribologischer und schmierungstechnischer Kenntnisse einen wesentlichen Beitrag. Die Erkenntnis, wonach mit Energie und Rohstoffen sparsamer und mit der Umwelt schonender umgegangen werden muss, ist heute fester Bestandteil der Politik und Technik. Die reibungs‑ und…

Synthetische Kohlenwasserstoffe

Die Mineralöle gehören zur Familie der Kohlenwasserstoffe, d.h. ihre Moleküle bestehen, bis auf einige Verunreinigungen, aus diesen beiden Elementen. Synthetische Kohlenwasserstoffe bestehen ebenfalls aus diesen Elementen, aber ihre Struktur ist wesentlich gleichmäßiger. Dies ergibt Vorteile in ihrem Einsatz als Grundöl für Schmierstoffe.

Solventraffination

Zur Entfernung der unerwünschten Verbindungen werden diese im Gegenstromverfahren mit einem Lösungsmittel, z.B. Furfurol, aus dem Destillat herausgewaschen (extrahiert). Diese Art der Raffination bezeichnet man als Lösemittel‑ oder Solventraffination. Endprodukte sind stark paraffinhaltige Neutralöle und hocharomatische Extrakte.

Schmierung

Der Sinn der Schmierung ist also die Verringerung der Reibung und des Verschleiß durch möglichst weitgehende Trennung der Reibpartner. Dies geschieht durch die Einbringung eines Schmierstoffes in das Reibsystem. Abhängig von Art und Menge des Schmierstoffes, der Belastungen und der Oberflächengestalt werden drei Schmierungszustände unterschieden: » Trockenreibung » Mischreibung » Flüssigkeitsreibung